Haarausfall durch Chemotherapie

4. August 2010

Haarausfall während der Chemotherapie bzw. Radiotherapie ist meist eine temporäre Begleiterscheinung. Jener Nebeneffekt stellt eine bedeutende Veränderung im Erscheinungsbild derjenigen, die darunter leiden dar. Auch wenn der zeitlich begrenzte Haarausfall viel unbedeutender ist als die Krankheit selbst, kann der äusserlich sichtbare Verlust der Haare zusätzlich zu psychologischen Problemen führen. Mehr als 420.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an Krebs. Mehr als die Hälfte schafft es jedoch, die Krankheit zu besiegen. Aber auch das Leben nach Krankenhaus und Chemotherapie wird noch lange durch den Krebs bestimmt. Besonders Frauen leiden unter dem äusserlich sichtbaren Haarverlust.

Um den Krebs zu bekämpfen müssen sich viele Erkrankte einer aggressiven Chemotherapie unterziehen und diese greift nicht nur die Krebszellen, sondern auch die Haarwurzeln, an. Bei den meisten Patienten beginnt deshalb drei bis sechs Wochen nach der ersten Behandlung, das Haar auszufallen.

Esthetische Lösungen für den temporären Haarausfall

Der plötzliche Haarausfall macht die Krankheit auch für die Aussenwelt sichtbar. Der Verlust der Haare, sollte jedoch nicht zusätzlich zur Besorgnis der Patienten führen. Deshalb sind bereits die verschiedensten Lösungen von Echthaarperücken bis zu speziellen Kopftücher auf dem Markt zu finden. Sich von aussen wohlzufühlen, hilft auch sich von innen wohlzufühlen und trägt einen wichtigen Schritt zur Genesung bei.

Experten raten Patienten sich schon vor der Chemotherapie, mit dem Thema des Haarausfalls zu beschäftigen, um den Übergang so schonend wie möglich zu gestalten. Haare können schon vor der Chemotherapie kürzer geschnitten werden oder Echthaarperücken mit identischer Haarfarbe angefertigt werden, damit der plötzliche Haarausfall für die Patienten kein Trauma darstellt und sich der Nebeneffekt nicht in den Vordergrund stellt.

Mit Echthaarperücken die sichtbare Erkrankung vergessen und sich auf den aktiven Heilungsprozess konzentrieren

Wenn sich für eine Perücke entschieden wird, ist es ratsam, sich schon vor der Chemotherapie zu einem auf diesem Gebiet spezialisierten Experten zu begeben. Somit kann sich an den eigenen Haaren orientiert werden, um die Beschaffenheit des Haarersatzes auf die originale Frisur, Haarfarbe und -länge abzustimmen. Die Kosten für den Haarersatz können übrigens ganz oder teilweise von der Krankenkasse übernommen werden.

Für diejenigen, für die eine Perücke nicht die optimale Lösung darstellt, gibt es weitere Alternativen, wie modische Kopftücher, moderne Mützen, Kappen, Hüte etc.. Getragen werden darf im Prinzip alles, was gefällt und bequem ist – besonders in solch einer Situation. Das Wichtigste ist, sich trotz der Erkrankung wohl zu fühlen und die Begleiterscheinungen der agressiven Chemotherapie so weit wie möglich in den Hintergrund zu stellen. Denn je zufriedener ein Patient ist, desto wohler wird er sich auch fühlen und die Kraft finden, sich dem Krebs mit all seiner Energie entgegenzustellen.

Von | Kategorie: Haarausfall


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